Sizilien: Gastfreundschaft, Küste, Strände und ein Unwetter

Nov 12th, 2011 | By | Category: 2011 Sizilien, Reiseberichte

Wieder am Meer

angekommen, erwarteten uns in Porto Palo riesige brausende Wellen. Mit lautem Getöse brachen sie am aufgeschütteten Steinwall am Hafen und konnten so gebändigt werden. Wir fuhren ans geschützte Hafenbecken und suchten uns einen ruhigen Platz neben den Fischerbooten.

Das rauschende Meer am Strand von Porto Palo

Stellplatz am Restaurant von Ciacomo

Am Strand von Porto Palo

In der Bucht von Porta Palo

Morgens wurden wir recht früh von den einheimischen Fischern geweckt, die auf sizilianische Art sich sehr lautstark über Gott und die Welt unterhielten. Wir entschlossen uns aufzustehen und uns einen schönen Platz direkt am langen Sandstrand zu suchen. Ich begrüßte mit einem freundlichen “Buon giorno Der Dorfälteste, jedenfalls sah er so aus, erwiederte mit “Guten Morgen” und wir kamen natürlich nach dieser Begrüßung sofort ins Gespräch.

Freier Stellplatz am Hafen von PORTO PALO:

N37 34,27′ E12 54,20′

freundliche Gespräche am Morgen

Sizilianische Gastfreundschaft

Unser neuer “Freund”

Ciacomo war ein früherer Gastarbeiter in Deutschland und konnte noch etwas Deutsch. Er bot uns einen Platz an seinem Restaurant, direkt an der Strandpromenade an, da sagten wir nicht nein und hatten somit für die nächsten Tage einen schönen Stellplatz.

Am nächsten Morgen wurden wir in aller Frühe von Ciacomo schon mit Brötchen und frischem Gemüse versorgt, das nenne ich Service, solch eine Gastfreundschaft habe ich früher nur einmal schon mal in Griechenland erlebt.

Nachmittags wurden wir mit Fisch versorgt, Ciacomo brachte uns “Spada” (Schwertfisch) und Tamaten und Gurken vorbei, der Fisch wurde sogleich gegrillt, Ute machte einen schönen frischen Salat und danach saßen wir noch lange bei einem Gläschen Wein am herrlichen Sandstrand und genossen die schöne Aussicht.

Am nächsten Tag aber fuhren wir weiter immer Richtung Süden an der Küste entlang. Gewöhnungsbedürftig für uns waren all die leeren Feriensiedlungen, die wie Geisterstädte daherkamen. Vereinzelt kleffte mal ein Hund, ansonsten keine Menschenseele.

Das rauschende Meer, immer wieder bewundernswert

wieder ein schöner Stellplatz am Strand

Hier waren wir fast alleine unterwegs

das geht nur in der Nebensaison

Nach einigen Stopps übernachteten wir wieder in einer einsamen Bucht direkt am Meer, hinter uns die Kulisse einer typischen Geisterstadt. Nichts los, kein Geschäft geöffnet, wir machten unseren abendlichen Spaziergang und gingen recht früh schlafen, denn nach der inzwischen vollzogenen Zeitumstellung wurde es schon um 17:00 Uhr hier dunkel.

Unser nächstes Ziel wieder mal ein Stellplatz mit Ver- und Entsorgung. Auf diesem wunderbar gelegenen Platz überwinterten auch einige deutsche Wohnmobilisten, ob das für uns etwas ist – immer am gleichen Ort – ich glaub eher nicht. :-)

Camping Piccadilly in Sampieri

N36 44,51′  E14 39,47′

Netter kleiner Stellplatz in Sampieri (Camping Piccadilly)

schöner Stellplatz direkt am Meer

Bucht am Stellplatz

herrliche Brandung

schöne Aussichtsplattform am Stellplatz

faszinierendes Meer

Dann gings wieder weiter, durch ein Gebiet mit sehr viel Gewächshäuser, hier von der Südküste Siziliens kommt ein Grossteil des Gemüses her, welches bei uns im Winter in den Supermärkten auf den Ladentisch liegt.

Grosse Gemüseanbauflächen unter Plastikdächern

Mit einigen Zwischenstopps an der Küste kamen wir gegen Abend  an den südlichsten Punkt von Sizilien, dem Capo Passero. Hier verbrachten wir wieder am gemütlichen Hafen mit einigen anderen Wohnmobilfahrern die Nacht an der Kaimauer des Hafens.

Am Nachmittag machten wir Rast am Strand

Das Restaurant war sogar geöffnet

Strandspaziergang

und Relaxen

Der südlichste Zipfel Siziliens mit dem Leuchtturm von Capo Passero

Netzmacher bei der Arbeit

Besuch in der Weltstadt der Antike – Syrakus

Die nächste Etappe ging dann von Capo Pessero zur Weltstadt der griechischen Antike – Syrakus. Ein Alptraum begann mal wieder bei der Anfahrt des direkt in der Stadt liegenden Stellplatzes. Das Navi lotste uns mal wieder durch die engen Gassen der Stadt, nach einigen hin- und hergefahre konnten wir uns dann aber doch orientieren und fanden den Stellplatz mit Camper-Service mitten in der Stadt von Siracusa.

Stellplatz mit Camperservice in: Via von Planten,  SIRACUSA

N37 04,36′  E15 17,15′

In Siracusa namen wir uns am nächsten Tag genügend Zeit um zu der, in unmittelberer Nähe liegende Ausgrabungsstätte zu gehen, dem Parco Archeologico.

Einfahrt zum Stellplatz in Siracusa

Die Ausgrabungen von Syrakus bilden eine der bedeutendsten archäologischen Zonen Italiens. Eine unglaubliche architektonische Leistung ist das fast vollständig aus dem Stein gehauene Griechische Theater (5. bis 3. Jh. v. Chr.)

Unterhalb, durch subtropische Vegetation führt ein Weg zum Ohr des Dionysios, einer 23 Meter hohen und 65 Meter langen künstlichen Höhle, seinerseits von Sklaven und Kriegsgefangenen unter unvorstellbaren Qualen aus dem Stein gehauen.

Das antike Griechische Theater von Syrakus

Die Sitze wurden in den Fels gehauen

Beeindruckend die Ausmasse

Eine künstl. Grotte: Das Ohr des Dionysions in den Fels gehauen

Am Abend bummelten wir bei Sonnenuntergang durch die engen Gassen der Sizilianischen Stadt in Richtung Hafen und bewunderten das quirlige Leben der Stadt.

Ein Unwetter brach über uns herein

Als nächstes Ziel hatten wir uns einen Besuch auf den feuerspeienden Berg, dem Äthna vorgenommen, doch da wir auf den Weg dorthin von einem dort wütendem Unwetter überrascht wurden, so dass wir die Autobahn verlassen mussten und Schutz auf einem naheliegenden LIDL-Markt Parkplatz suchten.

Der Himmel war schwarz und die Wassermassen strömten durch die engen Strassen. Die Weiterfahrt zum Stellplatz in Giardini Naxos war nicht mehr möglich, da inzwischen die Brücke von den reißenden Fluten beschädigt war und gesperrt wurde. Im Ort selber waren die Strassen noch gesperrt und die Aufräumarbeiten, der durch Schlamm und Geröll unpassierbaren Strassen dauerten noch an.

Die Strasse unpassierbar

Alles gesperrt – Hier ging nichts mehr

Alles wurde mitgerissen

sogar das Brückengeländer wurde weggerissen

Die Naturgewalten sind unvorstellbar

Da die Regenfälle auch weiterhin um den Äthna anhielten, entschlossen wir uns das Gebiet zu verlassen und zur Nordküste, Richtung Palermo zu fahren. Nach 200 Kilometer Autobahnfahrt hatten wir das Regengebiet hinter uns gelassen und konnten wieder in gewohnter Weise, bei angenehmen Temperaturen den Strand und das Meer geniessen.

200 km weiter war nichts geschehen

Abendstimmung in den Bergen

schöne Aussicht

-
Schade, bald gehts wieder nach Hause – es war ein erlebnisreicher Kurzurlaub, wir haben viel gesehen und erlebt.

Abfahrt in Palermo

warten auf die Fähre nach Genua

Kreuzfahrtschiff im Hafen von Genua

Auf dem Sonnendeck der Fähre

wieder Richtung Heimat

Sizilia – wir kommen wieder!

Hier noch ein Video – Bitte zurücklehnen und entspannen!

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