Rundreise Polen-Kaliningrad-Baltikum 2013 (2)

Jan 28th, 2014 | By | Category: Reiseberichte (aktuell)

Montag – Nida –Litauen

Sand und Wind haben die kurische Nehrung geschaffen, eine 100 km lange Landzunge mit einer Breite zwischen 380 und 2,8 km, Naturschutzpark und UNESCO Weltnaturerbe. Ein Land zwischen zwei Meeren, auf der einen Seite die Ostsee, auf der anderen Seite das stille Haff. In der Mitte dieser Nehrung ist die Grenze: wir verlassen Russland und sind in Litauen.

Einreise in Litauen

Einreise in Litauen

Hier bezahlen wir mit Litas. 1 Euro sind ca. 33 Litas „Mare Balticum“ wurde die Ostsee im Mittelalter genannt. Sie hat die Landschaften geformt und bestimmt noch immer das Leben in den baltischen Staaten mit etwa 4400 km Küstenlinie. Am Südende von Nida ist der ***Campinglatz Nidas Kempingas. Von hier aus spazieren wir auf die 60 m hohe Pardnizio Düne und zum „Tal des Schweigens“, wo es aussieht wie in der Sahara. Hier zeigt auch eine große Sonnenuhr die Zeit an.

Übernachtungsplatz: Campingplatz Neida Kempingas gebührenpflichtig, ruhige Lage, Ver- und Entsorgung. Position: N55 17 55.0 E20 58 54.7

die Sanddünen in Nida

die Sanddünen in Nida

Sonnenuhr

Sonnenuhr

Dann laufen wir in das kleine Fischerdörfchen mit den gut erhaltenen Katen und bis zum Schwiegermutterberg. Hier steht die Hauptsehenswürdigkeit, nämlich das 1929 errichtete Ferienhaus von Thomas Mann, heute Museum und Kulturzentrum.

Das Haus von Thomas Mann

Das Haus von Thomas Mann

Der grosse Dichter

Der grosse Dichter

Schöne Fensterläden

Schöne Fensterläden

Nach diesem langen Weg gönnen wir uns leckeren Fisch auf der Promenade – auch hier sind die Preise deutlich günstiger als zu Hause.

Dienstag -Weiterreise auf der Nehrung

Weiterfahrt auf der Nehrung

Weiterfahrt auf der Nehrung

Durch lichte Laub- und Kiefernwälder kurischen Nehrung Nida fahren wir weiter und machen eine Rast in Schwarzort (Juodkrante). Hölzerne Villen, gepflegte Gärten, alte Fischerhäuser. Hier gibt es einen Hexenberg mit vielen Holzskulpturen der Litauischen Sagenwelt und eine lange Promenade mit vielen Kurenwimpeln. Das sind spezielle Kennzeichen, die die Fischer in früheren Zeiten an ihren Booten anbringen mussten.

Die Wimpel der Seefahrerfamilien

Die Wimpel der Seefahrerfamilien in Schwarzort (Juodkrante)

Familienwappen

Familienwappen

Bronzefigur

Bronzefigur

Schmucke Häuser

Schmucke Häuser

Die etwas kleine Art

Die etwas kleine Art

einfach schön

einfach schön

Stilles romantisches Haff

Stilles romantisches Haff

Steinerne Klangkörper

Steinerne Klangkörper

Rast in Schwarzbrot am Haff

Rast in Schwarzort am Haff

Restaurantschiff am Haff

Restaurantschiff am Haff

Bevor wir das Haff verlassen, machen wir noch Rast hinter den Dünen und gehen an den wunderschönen Strand spazieren und genießen die Sonne.

Der schöne Strand vom Haff

Der schöne Strand vom Haff

Die Strandseite von dem Haff

Die Strandseite von dem Haff

Dünenbesteigung

Dünenbesteigung

Umkleidekabine am Strand

Umkleidekabine am Strand

das ist witzig

das ist witzig

Gegen Abend verlassen wir das schöne Haff und nach kurzer Fährüberfahrt  zum Festland von nur 15 Minuten sind wir in Klaipeda, dort fahren wir noch in ein großes Einkaufszentrum, um unsere Vorräte aufzufüllen und danach fahren wir noch ca. 250 km weiter auf einer guten Autobahn nach Trakai zu einem ruhigen Natursee und übernachten dort.

Unser Übernachtungsplatz: Am Galves See bei Trakai, Gebührenfrei, keine Ver- und Entsorgung. Position: N54 38 30.8 E24 55 11.6

Rast am See

Rast in der Natur am See

Mittwoch – Wasserschloss Inselburg von Trakai

Trakai liegt ½ Autostunden von Villnius entfernt. Hier errichtete der litauische Großfürst Vytautas ab 1409 eine Festung auf der Insel im Galve-See. Diese gilt bis heute als litauisches Nationalsymbol. Kein Gebäude des Landes wird öfter fotografiert. Zwei hölzerne Fußbrücken führen in die Burg. Wir fotografieren auch und umrunden die Insel per Fahrrad.

Wasserschloss von Trakai

Wasserschloss von Trakai

Mit dem Fahrrad um den See

Mit dem Fahrrad um den See

herrliche Natur und Ruhe

herrliche Natur und Ruhe

Idyllisch

Idyllisch

sehr schöne Ansicht

sehr schöne Ansicht

Dann wollen wir noch eine Besonderheit besuchen, wie sie nur Litauen bieten kann: 1989 erklärte nämlich das landesgeografische Institut Frankreich Litauen zum geografischen Zentrum Europas! Und diesen Ort besichtigen wir! Es ist ein Stein mit den geografischen Daten und eine Säule und die Europaflaggen.

Mittelpunkt Europas

Mittelpunkt Europas

Der Platz vor der Säule

Der Platz vor der Säule

Der Stein markiert den Mittelpunkt

Der Stein markiert den Mittelpunkt

Wir machen viele Fotos und fahren dann weiter bis zum Europapark. Heute geht wieder ein Ferientag zu Ende in freier Natur mit einem leckeren Essen und einem Glas Rotwein vor unserem Wohnmobil. Die Nacht ist besonders ruhig, diesmal kein Autolärm, kein Flugzeug, kein Hahn…

Am EUROPOS PARKAS

Am EUROPOS PARKAS

Unser Übernachtungsplatz: Parkplatz am “EUROPOS PARKAS”, gebührenfrei,  keine Ver- und Entsorgung. Position: N54 49 31.6 E25 21 11.3

Donnerstag – Europapark – Skulpturenpark

Nach dem Frühstück besichtigen wir den Europa Park, 1991 von dem Bildhauer Gintaras Karosas gegründet. Der Europapark ist ein einzigartiges Freilichtmuseum für zeitgenössische Kunst und liegt ca. 20 Min. vom Zentrum von Vilnius, Litauens Hauptstadt, entfernt und erstreckt sich über eine Fläche von 55 ha. Die Dauerausstellung, zeigt über 100 Exponate (Skulpturen aus verschiedenen Materialien) von Künstlern aus 32 verschiedenen Ländern. Die eindrucksvolle Parklandschaft mit ihren Wiesen, kleinen Wäldern und natürlichen Bächen verleiht den Kunstwerken ihren besonderen Reiz.

Im Park

Im Park

Skulpturenpark

Skulpturenpark

Unikate

Unikate

Später fahren wir weiter durch den Aaukstaitja Nationalpark. Dichte Wälder, Seen und kleine Flüsse. Hier sollen noch Elche, Nerze und Wölfe leben. Die sehen wir nicht, dafür sammeln immerhin eine Schale Blaubeeren.

Blaubeeren sammeln

Blaubeeren sammeln

frisch aus der Natur

frisch aus der Natur

Am Nachmittag halten wir in Paluse an einem Badesee mit klarem, warmen Wasser und spazieren zu der Holzkirche im Ort, wir nehmen noch ein erfrischendes Bad im See und bleiben dort über Nacht..

schöner Stellplatz am Palüse Badesee

schöner Stellplatz am Palüse Badesee

Die Holzkirche

Die Holzkirche

Holzkirche

Holzkirche

Auf unseren Weg haben wir sehr viele Störche gesehen.

unsere Freunde

unsere Freunde

schön anzusehn

schön anzusehn

Nahezu jedes Dorf hatte sein Nest und viele Jungstörche waren schon flügge. Dazu gibt es ein Sprichwort: „Da brat mir doch einer einen Storch – aber die Beine recht knusprig“ Die Redensart geht auf die abergläubische Verehrung dieser Tiere zurück: Nisten Störche auf dem Hof, gilt dies bis heute weithin als Glücksbringer und Symbol der Fruchtbarkeit. Eine biblische Speisevorschrift verbietet es zudem Störche (ebenso wir Federmäuse und Reiher) zu essen, daher ist der gebratene Storch ein Sinnbild des nie Dagewesenen und von etwas unerhörtem Neuen.

Unser Übernachtungsplatz: Am  Palüse Badesee in Lusiai, keine Ver und Entsorgung, keine Gebühr, Position: N55 19 53.3 E26 06 28.8

Freitag – Lettland

So langsam müssen wir an die Heimreise denken und so fahren wir Richtung Riga. Wieder überqueren wir bei Bauska eine Grenze nach Lettland. In Lettland heißt die Währung Lats. 1 Euro = 0,7 Lats.

Der ehemalige Grenzübergang nach Lettland

Der ehemalige Grenzübergang nach Lettland

Horst interessiert sich besonders für die Dieselpreise, denn er will noch schnell ausrechnen, in welchem Land er am günstigsten tanken kann. Juhu, ich darf endlich auch mal Wohnmobil fahren, denn Horst will die Staubwolke filmen, das Navi hat uns nämlich wieder eine staubige Schotterpisten Abkürzung gezeigt. Wir wollen uns noch das Schloss Rokiskis anschauen und wundern und über die vielen festlich gekleideten jungen Menschen, die sich hier versammelt haben. Eine Band spielt. Eine Hochzeit? Alle haben Blumen in den Händen. Es werden immer mehr, bestimmt über 500 Menschen – beeindruckend. Wir warten noch einige Zeit auf das Hochzeitspar, dann stellt sich heraus, dass hier wohl Diplome oder Zeugnisse vergeben werden.

Schloss Rosiki

Schloss Rokiskis

Viele hübsche Mädchen kommen

Viele hübsche Paare kommen

Großer Auftritt

Großer Auftritt

Am Abend übernachten wir noch mal in einem ruhigen Dorf neben einer Kirche.

Unser Übernachtungsplatz: In Pabirze, neben der Kirche auf einem Parkplatz, sehr ruhig, keine Ver- und Entsorgung, gebührenfrei. Position: N 56 11 05.5 E 24 38 18.8

Samstag – Riga

In Riga liegt der Campingplatz stadtnah, so dass wir zu Fuß über die Brücke der Daugava spazieren und bald in den engen und verwinkelten Gassen der Altstadt flanieren, die zum UNESKO Weltkulturerbe zählt. Wir machen eine Stadtrundfahrt und sehen Dom, Schwarzhäuterhaus, die drei Brüder und die Petrikirche. Hier können wir mit einem Aufzug hochfahren und den Blick über die Stadt genießen. Legende um die Gründung Rigas: Ein Riese trug früher die Menschen über den Fluss Daugava bevor die Stadt gegründet wurde und Brücken gebaut wurden. Eines Nachts hörte er ein Kind am anderen Ufer weinen und trug es über den Fluss. Da es offenbar kein zuhause hatte, ließ er es in seiner Hütte schlafen. Am nächsten Morgen war es verschwunden und es lag ein Haufen Goldmünzen an seiner Stelle. Mit diesem Geld wurde Riga errichtet.

Riga von oben

Riga vom Turm der Petri Kirche

schöne Haüser

schöne Haüser

Tolle Restaurants

Tolle Restaurants

reges Treiben

reges Treiben

In der Gasse

In der Gasse

Das Schwarzhäupterhaus

Das Schwarzhäupterhaus

Schwarzhäupterhaus mit Sonnenuhr

Schwarzhäupterhaus mit Sonnenuhr

auch hier: Bremer Stadtmusikanten

auch hier: Bremer Stadtmusikanten

Blick auf Riga

Blick auf Riga

Am Daugavaufer wird geheiratet

Am Daugavaufer wird geheiratet

und musiziert

und musiziert

Zum Ende des Tages und zum Ende des Urlaubs gönnen wir uns noch ein leckeres Essen (Horst: 300 gr. Steak, Ute: Lachs) in der Altstadt, denn am Sonntag geht es für Ute mit dem Raynair zurück nach Bremen und Horst nimmt am Montag die Fähre von Klaipeda nach Kiel und bringt das Wohnmobil sicher nach Hause. Vielen Dank dem umsichtigen und gut vorbereiteten Fahrer!

Unsere Übernachtung in Riga: Campingplatz “Riga City Camping, gebührenpflichtig, Ver und Entsorgung, Position N 56 57 21.2 E 24 04 40.7

Auf der Fahrt von Riga zum Fähranleger in Klaipeda habe ich noch den Berg der Kreuze besichtigt. Der beeindruckende Hügel, auf dem tausende Kreuze angebracht sind, hat sich im Lauf der Jahrzehnte – und zwar schon zur Sowjetzeit – zum Wallfahrtsort entwickelt.

Berg der Kreuze

Berg der Kreuze

Viele Schicksale

Viele Schicksale

Einzelschicksal

Einzelschicksal

Geholfen haben die Bände:

„Mit dem Wohnmobil nach Polen“ und „Mit dem Wohnmobil ins Baltikum“ des WOMO Verlages und die routingfähigen Navi-Karten von Open Street Maps  für Polen und das Baltikum

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